Syndicate

27.06.2009 Wo sind die Experten im Gesundheitswesen?

Hand aufs Herz, der Grundfehler im heutigen Gesundheitswesen war vor Jahren die Einführung des sozialistischen KVG`s, welches jedem Patienten eine Vollkaskoversicherung zu einem erschwinglichen Preis versprochen hat.

Dass diese sozialistische Idee, wie die meisten anderen sozialistischen Ideen am Schluss den Weg der Seifenblase nehmen, zeigt sich jetzt mit der wirklich schmerzlichen Prämienerhöhung deutlich. Ziel muss werden: Weniger Kosten durch weniger unnötigen Medizinalkonsum, dafür Prophylaxe und gut bezahlte, hochwertige Beratungen und Behandlungen durch Medizin-Profis, die dem Patienten etwas bringen. Also mehr Effektivität und mehr Effizienz. Lösung: Erstens: Weg mit der Vollkaskolüge, Abschaffen des KVG`s. Es gibt lediglich noch den Zwang zu einer Spitalversicherung, um das eigene Grossrisiko abzudecken. Andere zusätzliche Versicherungsmodule können fakultativ und risikogerecht auf privater persönlicher Basis zusatzversichert werden. Beim Auto und anderen Sachversicherungen geht es ja auch! Übergangsregelungen zur Abfederung von Härtefällen sind vorzusehen. Damit ist gesichert, dass der mündige Patient (das sind wir ja alle) in Zukunft selber sehr genau schaut, wie viel Geld er für seine bezogenen Leistungen ausgibt, wie viel er notwendigerweise überhaupt noch bezieht, denn -bezahlen tut er ja im Niedrigrisikobereich selber. Zweitens: Tarifpolitik: Medikamentenverkauf und Labortarife können derart gestaltet werden, dass eine Bestreitung des Lebensunterhaltes für einen Anbieter gar nicht über diese Zusatzleistungen möglich ist. Kein Gewinn – Unnötiges macht somit auch für den Anbieter keinen Sinn. Mit dem heutigen Tarif sind diese „fringe benefits“ teilweise noch eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Verdient soll in Zukunft in der Gesundheitsarbeit nur durch Arbeit werden, dann über einen allerdings über einen offenen Tarif, z.Bsp. variable, frei wählbare Taxpunktwerte, welche auch eine individuelle Tarifgestaltung ermöglichen (Ich bin schliesslich Unternehmer, ich mache gerne Offerten). Der direkte Kunde, sprich Patient kann das Preis-Leistungsverhältnis mit Sicherheit am besten beurteilen (auch Softfaktoren wie Wartezeit, Errreichbarkeit usw. gehören dazu). Generell wird über eine Offertstellung oder aber transparente Preislisten vermarktet. Im Handwerks- oder Dienstleistungsbereich gibt es keine analogen Tarifkonstrukte welche einer gesamten Berufgsgruppe einen 5-Minutentakt mit auf den Rappen genau berechneten Tarifen, welche teilweise lächerlich sind, überstülpt. Pauschaltarife wären wahrscheinlich noch witzloser („ einmal Haus anmalen = 20000.—sFr.). Drittens: Staatsinterventionismus: Abstoppen, generiert Heere von Beamten (BAG, BSV, Swissmedic) die letztlich im produktiven Prozess fehlen und die, die paar Wenigen, die produzieren, mit immer abstruseren Regelungen sabotieren. Und bitte, lasst auch die Gesundheitsökonomen und Ethiker vorläufig draussen – bis jetzt sieht man ausser Zahlenbergen kaum Hilfreiches aus dieser Ecke.